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Aquakultur

Naturnahe Haltungsumgebung in der Salmonidenaufzucht

Die teilnehmenden konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betriebe werden Veränderungen in der Ausgestaltung und Bewirtschaftung  der Fischbecken vornehmen unter Berücksichtigung der standort- und betriebsspezifischen Gegebenheiten. Besonders innovativ ist hier die Anreicherung der künstlichen Haltungsumgebung mit Struktur schaffenden Komponenten ("tank enrichment") und der Einsatz von Strömung in der Aufzucht juveniler Salmoniden. Das Ziel dieses Verbundprojektes ist zu demonstrieren, wie die Erzeugung von Setzlingen lachsartiger Fische unter naturnahen Haltungsbedingungen in der Speisefischproduktion tiergerechter durchgeführt werden kann.

In zwei verschiedenen Arbeitsschwerpunkten werden die derzeit vorhandenen Produktionsstätten um zusätzliche Kapazitäten erweitert. Die Betriebe nehmen entweder an beiden oder nur an einem der Arbeitspakete teil. Die Maßnahmen des ersten Arbeitspaketes finden ausschließlich im Bruthaus statt. Hier werden zusätzlich installierte Unterstromkästen sowie Längs- und Rundstrombecken zur Erbrütung und Anfütterung der Fische mit natürlichem Substrat wie Kies verschiedener Körnung und Steinen angereichert. Im zweiten Arbeitspaket wird ein Teil der konventionellen Folienteiche für die Setzlingsproduktion im Freiland umgebaut und mit naturnahen Längsstromrinnen versehen beziehungsweise in Naturteiche mit einer natürlichen Sand-/Kiesauflage umgewandelt. In den umgestalteten Naturteichen werden Schaufelradbelüfter für die Strömungssimulation installiert. Die nicht veränderten und die angereicherten Haltungssysteme werden im ersten Projektjahr mit Forellen und Saiblingen besetzt, die vergleichend bis zum Setzlingsstadium aufgezogen werden.

Während der gesamten Laufzeit des Verbundprojektes werden regelmäßig wachstums- und gesundheitsspezifische Parameter erhoben, um mögliche positive Effekte der naturnahen Produktion nicht nur hinsichtlich der Tiergerechtheit, sondern auch der Widerstandsfähigkeit und Qualität der erzeugten Setzlinge nachzuweisen.

Die am Verbundprojekt teilnehmenden Betriebe demonstrieren erstmalig unter Praxisbedingungen die Umsetzbarkeit dieser Maßnahmen in der Speisefischproduktion. Zum Abschluss des Projektes sollen im Zuge eines Fachsymposiums die durchgeführten Maßnahmen sowie die dabei gewonnenen Erkenntnisse einer breiten interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden. Beratung und wissenschaftliche Begleitung erhalten die teilnehmenden Betriebe durch das Thünen-Institut für Fischereiökologie, das auch die Koordinierung des Projektes übernimmt.

Ansprechpartner

Thünen-Institut für Fischereiökologie
Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
Dr. Stefan Reiser
Palmaille 9
22767 Hamburg

Telefon: 040 – 38 905-237
Fax: 040 – 38 905-261
E-Mail: stefan.reiser@ti.bund.de

Fragen zur Projektträgerschaft richten Sie bitte an projekttraeger-agrarforschung@ble.de

 

 

 

Informationen zum Projekt

Laufzeit: 01.10.2014 - 31.07.2017

Förderkennzeichen: 2813MDT902

Zuweisungsempfänger:
Thünen-Institut

Langtitel:
"Naturnahe Gestaltung der Haltungsumgebung in der Aufzucht juveniler Salmoniden zur Erzeugung leistungsstarker und robuster Setzlinge für die heimische Aquakultur"

Infoblatt

Kontakt

0228 - 6845 3871

Katja Deeg

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 314 - Agrarforschung
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

katja.deeg@ble.de