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Beratungsinitiativen

Intervention bei akutem Schwanzbeißen beim Schwein

Diese Beratungsinitiative verfolgte das Ziel, das Auftreten von Schwanzbeißen durch innovative Beratung und die Umsetzung geeigneter Maßnahmen zu verhindern. Dadurch sollten die Betriebe auf das Kupieren der Schwanzspitze verzichten können. Das Projekt wendete sich an Ferkelerzeuger und Mastbetriebe, die bereit sein sollten, in einzelnen Gruppen oder aber im gesamten Bestand auf das Kürzen der Schwanzspitze zu verzichten oder nicht kupierte Schweine einzustallen.

Ist mein Stall fit für Ringelschwänze?

Als Ergebnis aus der Beratung wurde eine webbasierte "Stallcheck"-Anwendung entwickelt, die es Schweinehaltern ermöglicht, mit einer kurzen Checkliste, in kurzer Zeit mögliche Faktoren im Stall, die Schwanzbeißen begünstigen könnten, ausfindig zu machen.

Im Projekt wurde auf ca. 70 Betrieben eine Beratung durch eng vernetzte landwirtschaftliche Beraterinnen und Berater und den bestandsbetreuenden Tierärztinnen und Tierärzten geboten. Im Fall des Auftretens von Schwanzbeißen wurden mögliche Ursachen unter anderem in den Bereichen Fütterung, Wasserversorgung, Aufstallung, Beschäftigungsmöglichkeiten, Stallklima und Tiergesundheit identifiziert. Parallel dazu wurden Futter-, Wasser- und Blutproben gezogen und analysiert. Die Ergebnisse der produktionstechnischen Analyse und der Untersuchung der Proben bildeten die Grundlage für die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den landwirtschaftlichen Betrieb.

Sieben Betriebe von den insgesamt 70 wurden in den Kupierverzicht begleitet. Zwischen 21 und 51 Tiere wurden je Betrieb unkupiert aufgestallt, insgesamt 225 Tiere.

Auf 53 % der befragten Betriebe wurde nach der Beratungsinitiative kein Schwanzbeißen mehr festgestellt, auf weiteren 30 % nur noch vereinzelt und auf acht der befragten (47) Betriebe trat nach wie vor Schwanzbeißen auf.

Die Evaluation der sofort umsetzbaren Maßnahmen erfolgte erstmalig vier Monate und ein zweites Mal sieben Monate nach Beginn der Beratung durch den Tierschutz-Berater und den zuständigen Veterinär. Die dokumentierten Ergebnisse der Analysen und der Beratungen wurden in einer zentralen Datenbank erfasst und stehen nach Freigabe durch den landwirtschaftlichen Betrieb den entsprechenden Beraterinnen und Beratern für künftige Betriebsberatungen zur Verfügung.

Ansprechpartner

Fachhochschule Südwestfalen
Fachbereich Agrarwirtschaft
Prof. Dr. Mechthild Freitag

Lübecker Ring 2
59494 Soest

Telefon: 02921 – 378-220
Fax: 02921 – 378-200
E-Mail: freitag.mechthild@fh-swf.de

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Schweinegesundheitsdienst
Dr. Jürgen Harlizius

Siebengebirgsstr. 200
53229 Bonn

Telefon: 0228 – 703-2331
E-Mail: juergen.harlizius@lwk.nrw.de

Fragen zur Projektträgerschaft richten Sie bitte an projekttraeger-agrarforschung@ble.de

Kontakt

0228 - 6845 3871

Katja Deeg

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Referat 314 - Agrarforschung
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn

katja.deeg@ble.de