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Demonstrationsbetriebe

Netzwerk 5: Gruppenhaltung ferkelführender Sauen

Langtitel: Sauen mit Ferkeln – Einführung von Gruppenfreilaufbuchten in der Säugeperiode

Während sich bei der Wartesauenhaltung und auch im Deckbereich Gruppenhaltungssysteme deutschlandweit in der Praxis etabliert haben, wird die Gruppenhaltung ferkelführender Sauen noch sehr kontrovers diskutiert. Untersuchungen zu verschiedenen Aspekten dieses Haltungssystems kommen hinsichtlich produktionstechnischer Ergebnisse, aber auch bezüglich der Tiergerechtheit dieses Haltungsverfahrens, zu unterschiedlichen Bewertungen. Nachteile des Verfahrens ergeben sich insbesondere durch fremdsaugende Ferkel und die dadurch ausgelösten Störungen. Bei der Gruppenhaltung ferkelführender Sauen sind gleichzeitig die Ansprüche an das Management und die Beobachtung der Tiere sehr hoch.

Die Einführung der Gruppenhaltung ferkelführender Sauen in konventionellen Betrieben stellt eine Innovation dar, die über die gesetzlichen Standards hinausgeht. Für ökologisch wirtschaftende Betriebe mit Einzelhaltung der Sau in Bewegungsbuchten stellt die Gruppenhaltung nach der Prägungsphase der Ferkel eine Erweiterung dar. Die Gruppenhaltung ferkelführender Sauen sollte frühestens 10 Tage post partum vorgenommen werden, so dass das natürliche Absonderungsverhalten der Sau und die Prägungsphase der Ferkel an die Sau imitiert werden kann.

Ziel dieses MuD Tierschutz Themennetzwerkes ist es, ferkelführende Sauen und erfolgreich in Gruppen zu halten und den Erfolg der Maßnahmen Fachkollegen zu vermitteln. Durch das bundesweite Netzwerk an Demonstrationsbetrieben werden neuste wissenschaftliche Erkenntnisse, sowie innovative Entwicklungen bzgl. der Lösung der Probleme in der Gruppenhaltung ferkelführender Sauen in die Praxis transferiert.

Die teilnehmenden Betriebe erhalten intensive Beratung und setzen Maßnahmen, die dazu beitragen die Bedingungen für die Sauen zu optimieren, in ihrer Schweinehaltung um. Die Begleitung und Beratung der Betriebe erfolgt durch das Tierschutz-Kompetenzzentrum. Dieses dokumentiert in regelmäßigen Berichten die Entwicklung der Demonstrationsbetriebe.

Die Betriebsleiter des Netzwerks nehmen regelmäßig an Netzwerktreffen teil und legen ihre relevanten Daten und Erfahrungen offen. Die Netzwerktreffen finden wechselnd auf den Netzwerkbetrieben statt. Der Betrieb organisiert für interessierte Fachkollegen mindestens vier Multiplikatorenveranstaltungen auf dem Betrieb.

Ansprechpartner des Tierschutz-Kompetenzzentrums
für fachliche Fragen

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen: Natascha Klinkel, Projektleitung
Natascha.Klinkel@llh.hessen.de

Forschungsinstitut für biologischen Landbau: Dr. Robert Hermanowski
Robert.Hermanowski@fibl.org

Fragen zur Projektträgerschaft richten Sie bitte an projekttraeger-agrarforschung@ble.de