Suche schließen

Gesamtvorhaben

MTool nachgedruckt

Seit Juli 2017 wurden fast 6.000 Exemplare der Managementhilfe in den Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz abgerufen. Die hochwertigen Unterlagen wurden jetzt aus Mitteln der Nutztierstrategie nachgedruckt.

Bestellung nur hier: BLE-Medienservice

Wir bitten alle Interessenten, die per Mail bei mud-tierschutz@BLE.de vorübergehend nicht bedient werden konnten, sich über diese Quelle zu versorgen. Für die entstandenen Verzögerungen bitten wir um Nachsicht!

Wissen weitergeben

Das MTool wird über die MuD Tierschutz hinaus in Beraterschulungen und Seminaren für Landwirte eingesetzt. Mittlerweile wurden 6.000 Exemplare des Handbuchs und der Beurteilungskarten gedruckt, online ca. 3.000 Dokumente abgerufen. Die Nachfrage zeigt den Bedarf der großen und kleinen Betriebe, Neueinsteigern in der Mobilstallhaltung und von Beratern und Ausbildern. Interessant: Aus der Schweiz wurden Exemplare angefordert.

Wie die Tools eingesetzt werden, zeigt die Autorin Dr. Christiane Keppler im Erklärfilm.

Viel Federlesen

Das Besondere am MTool: Bei der Entwicklung gingen Beratung in der Praxis und Wissenschaft gehen Hand in Hand. Dafür wurden viele Hühner in die Hand genommen und ihre Federn „gelesen“. Im Mittelpunkt der Bestandsanalysen stehen die Tiere, nicht technische Messwerte. Gefiederzustand, Fußballen, Brustbeinveränderungen, Gewicht und viele andere Parameter geben Aufschluss über den Zustand der Herde. Die systematische und geschulte Tierbeobachtung und -beurteilung sowie die Datenerfassung der Beobachtungen ermöglichen eine frühzeitige Erkennung von Problemen und damit rechtzeitiges Eingreifen.

Warum MTool?

Erste Versuche zur Aufzucht von Küken mit intaktem Schnabel wurden 1995 durchgeführt. Ziel: Bereitstellung von Küken mit ungekürztem Schnabel für die ökologische Legehennenhaltung. Es gab von Anfang an große Probleme mit Federpicken und Kannibalismus, aber keine Empfehlungen für Hennenhalter, so dass die Autorin Dr. Christiane Keppler sich zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit „Probieren geht über Studieren“ im Stall beschäftigte. Es folgten von 2002 bis 2013 einander ergänzende Projekte zur systematischen Erfassung des Herdenzustandes mit einer Managementhilfe für die Praxis. Excel basierte Tabellen und Formulare, um die Tierdaten zu erfassen und später auszuwerten standen am Anfang. Die Projekte wurden überwiegend mit BMEL-Fördermitteln finanziert.

Im Anschluss konnte das Konzept MTooL ab 2014 bis Anfang 2016 auf 14 konventionellen Betrieben in der Beratungsinitiative der MuD Tierschutz eingeführt werden. Denn Probleme gab es auch mit gekürzten Schnäbeln in der Boden- und Freilandhaltung. Mit einer Ausschreibung suchte die Universität Kassel Landwirte mit Interesse für den Einsatz des MTool.

„Viele Hennenhalter konnten sich gar nicht vorstellen, dass Hühner am Ende der Legeperiode noch Federn haben können – und sollten.“ (C. Keppler)

Sehr viel Wissen ist in den Zeiten der Käfighaltung (Verbot ab 2009) und die Praxis des Schnabelkürzens (Verzicht in Deutschland ab 2016) verloren gegangen, so dass die Halter z.T. erst einmal lernen mussten, wie man ein Huhn fängt und Schäden erkennt. Ist die Feder abgefressen oder durch „Verschleiß“ beschädigt? Ab wann ist ein Fußballen als deformiert zu bezeichnen? Dazu entwickelte Dr. Keppler mit vielen Fotos das Handbuch Basiswissen und die Stallkarten für Küken und Legehennen. In einem Erklärfilm auf www.mud-tierschutz.de wird der Einsatz des MTool im Stall gezeigt.

War’s das schon?

Das MTool ist ein hervorragendes Werkzeug für Tierhalter, das mit der Zeit geht und weiterentwickelt wird. Beispielsweise wird App angepasst und die Programmierung sowie Schnittstellen zu weiteren Datenquellen erweitert und optimiert.

Elemente des MTool

Das Handbuch und die Beurteilungskarten (im Set) können über den BLE-Medienservice bestellt werden, die Excel-Tabellen können auf www.mud-tierschutz.de heruntergeladen werden.

Schließen
Vorheriges Bild Nächstes Bild