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Gesamtvorhaben

Sauenhaltung ohne PMSG (eCG)-Einsatz – Beispielbetriebe gesucht

Gesucht werden ferkelerzeugende Betriebe, die kein PMSG/eCG zur Brunststimulation einsetzen. Es geht darum, praktische Erfahrungen einer Sauenhaltung ohne die Verwendung dieses Hormons zu sammeln, auszuwerten und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Sauengruppen sollen möglichst gleichzeitig abferkeln - daher wird die Brunst der Tiere synchronisiert.

Die teilnehmenden Betriebe werden besucht und die Betriebsleiter zum Erfahrungsaustausch und zur Fortbildung eingeladen.
Das durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Projekt  ist Teil der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz im Bereich Wissen - Dialog - Praxis. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

 


Die Betriebe sollten folgende Bedingungen erfüllen:

  • hauptgewerblich landwirtschaftlicher Betrieb
  • regelmäßige Ferkelerzeugung
  • kein Einsatz von PMSG/eCG

Weiterhin suchen wir Betriebe, die sich vorstellen könnten, zukünftig auf den Einsatz von PMSG/eCG zu verzichten und alternative Verfahren zur Brunststimulation einzusetzen.

Das Projekt wird unter der Leitung von Prof. Kauffold (Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig) und Prof. Wehrend (Fachbereich Veterinärmedizin Justus-Liebig-Universität Gießen) durchgeführt.
Bei Anmeldungen und Fragen wenden Sie sich bitte per Email an axel.wehrend@vetmed.uni-giessen.de oder kauffold@vetmed.uni-leipzig.de

PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin)/eCG (equines Chorion Gonadotropin) wird bei Zuchtsauen zur Förderung des Follikelwachstums und zur Brunstsynchronisation eingesetzt. Aufgrund der tierschutzrelevanten Problematik um die Gewinnung und den Einsatz von PMSG/eCG in der Sauenhaltung müssen Alternativen gefunden werden. Ein Teil des Projektes beschäftigt sich damit, die Sauenhalter zu informieren und die Alternativen zu demonstrieren. Am 1.11.2019 startete hierzu ein neues Projekt im MuD Tierschutz Wissen - Dialog - Praxis. Vollständiger Titel : Entwicklung und Einführung eines mehrstufigen Wissenstransfers von Alternativen zum Einsatz von PMSG/eCG in der Sauenhaltung."

Laufzeit: 01.11.2019 bis 31.10.2021

Projektpartner: Universität Gießen und Universität Leipzig

Das Ziel des Projektes ist es, generiertes Wissen über den alternativen Einsatz von PMSG/eCG in der Sauenhaltung an möglichst alle am Entscheidungsprozess zum oder gegen den Einsatz von PMSG/eCG beteiligten Gruppen heranzutragen.

Mehrstufiger Wissenstransfer in folgende Zielgruppen:

  • Landwirtinnen und Landwirte,
  • Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter,
  • Zuchtorganisationen,
  • Tierärztinnen und Tierärzte,
  • Betriebsberaterinnen und Berater,
  • Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer
  • Hochschullehrende bzw. Fachhochschullehrerende mit

Diese sollen sowohl direkt als auch indirekt anhand neuartiger Medien erreicht werden. Folgende Maßnahmen sind geplant:

  • Kostenlose Onlinefortbildungen
  • 18 Präsensveranstaltungen und Workshops
  • Informationsaustausch verschiedenster Berufsgruppen
  • 10-15 ferkelerzeugende Praxisbetriebe (konventionelle als auch ökologische Betriebe) in das Projekt einzubinden
  • welche bereits auf den Einsatz von PMSG /eCG verzichten und Alternativen anwenden.
  • Veröffentlichungen in landwirtschaftlichen Fachzeitschriften und Onlineportalen
  • Lern- und Lehrmaterialien für Landwirtinnen und Landwirte, Tierärztinnen und Tierärzte .
  • Online-Plattform geplant, um die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Projekt für alle Berufsgruppen zu bündeln und zur Verfügung zu stellen.
  • Leitfäden, Lehr- und Lehrmaterialen sowie Kurzfilme sollen auf der Internetseite www.mud-tierschutz.de über den Projektzeitraum hinweg verstetigt werden.

Das Vorhaben ist Teil eines Verbundes. Die Aufgaben des Projektes sind unter den zwei Kooperationspartnern Universität Gießen und Universität Leipzig aufgeteilt:

Ziel der Förderung ist es, neueste Erkenntnisse und Erfahrungen zu den genannten Themenbereichen auf Praxisbetriebe zu übertragen, deren Anwendung unter Praxisbedingungen zu evaluieren, ggf. zu optimieren und Handlungsanweisungen für die praktische Umsetzung zu formulieren. Die Betriebe sind von den Projektnehmern ("Wissensmittler") intensiv zu betreuen und erhalten praxisgerechte Anleitungen bei der Planung und Durchführung der Maßnahmen. Außerdem soll eine Vernetzung der teilnehmenden Betriebe zum direkten Erfahrungsaustausch stattfinden. Durch neuartige Formen und Medien der Wissensvermittlung sind die Erfahrungen für ein breites Fachpublikum aufzuarbeiten und zu demonstrieren.

 

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