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Aus der Praxis – für die Praxis: Erste Stable Schools zum Thema „Viertelselektives Trockenstellen“

Nachricht vom:

Im November 2021 fanden im Projekt "MinimA – Viertelselektives Trockenstellen von Milchkühen" die ersten beiden Stable Schools in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen statt. Im Mittelpunkt stand der intensive Erfahrungsaustausch zwischen den Projekteilnehmenden, um das Verfahren weiterzuentwickeln und praxistauglich zu gestalten.

Beschreibung des Bildelements: Besonderes Augenmerk galt dem Abkalbe- und Trockensteherbereich gelegt ©Thünen-Institut, Kerstin Barth

Alle teilnehmenden Betriebe stellen ihre Herden inzwischen vierteleselektiv trocken und haben bereits viele Erfahrungen sammeln können. Die ersten Zwischenergebnisse wurden in Online-Feedback-Gesprächen mit elf der Projektbetriebe erläutert und diskutiert. Jeder der Betriebe konnte so einen Eindruck gewinnen, welche Erreger vor dem Trockenstellen sowie nach der Kalbung in seiner Herde identifiziert wurden, wie die bakteriologische Neuinfektions- sowie Ausheilungsrate bisher ausfällt und in welchem Ausmaß Antibiotika zum Trockenstellen eingespart wurden.

Zum Jahresende 2021 standen nun die ersten "Stable Schools" auf dem Plan, in denen sich die Betriebe untereinander über das Projekt austauschen können. Dabei deckt das Projekt vier Modellregionen ab. Eine Modellregion setzt sich – je nach geographischer Lage – aus drei bis fünf Projektbetrieben zusammen, von denen dann einer je Region besucht wurde. Am 16. November 2021 trafen man sich in Bielefeld, am 25. November 2021 im Norden Schleswig-Holsteins. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde startete der ausführliche Betriebsrundgang. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Abkalbe- und Trockensteherbereich gelegt werden. Nach dem Mittagessen gab es dann eine kurze Feedback-Runde zu dem Betriebsrundgang, bevor anschließend der intensive Austausch über das MinimA-Projekt begann. Hindernisse, Fehlerquellen und Herausforderungen des Verfahrens wurden diskutiert – ebenso wie Vorteile und Chancen. Obwohl die Projektbetriebe aufgrund der Corona-Pandemie an sehr unterschiedlichen Abschnitten im Projektablauf stehen, ergaben sich doch viele gemeinsame Anknüpfungspunkte für intensive Diskussionen. Dass es dabei auch um andere aktuelle Herausforderungen der Milchviehhaltung ging bereicherte das Treffen zusätzlich. Das Feedback zum MinimA-Projekt fiel durchweg sehr positiv aus. Diejenigen Betriebe, die bereits am Ende der Praxisphase stehen, haben weiterhin großes Interesse daran, ihre Herden viertelselektiv trockenzustellen. Wie das praktisch geschehen kann, wurde ausgiebig diskutiert.

Die nächsten zwei Stable Schools in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Bayern sind für Anfang kommenden Jahres geplant. Zudem werden die Feedback-Gespräche fortgeführt.

Weitere Informationen zum Projektablauf: Link Fact Sheet (https://www.thuenen.de/media/institute/ol/Arbeitsgebiete/Rinderhaltung_SM/Downloads/Fact_Sheet_MinimA.pdf)

Allgemeine Informationen zum Projekt:
https://bit.ly/MinimA