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MuD Tierschutz

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Nationales Wissensnetzwerk Kupierverzicht: Rückblick auf ein erfolgreiches Projektjahr

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Im Jahr 2021 hat sich trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im Nationalen Wissensnetzwerk Kupierverzicht einiges getan. Im Projekt wurde vor allem an Konzepten zur Umsetzung von digitaler Wissensvermittlung gearbeitet.

Beschreibung des Bildelements: Ferkel bearbeiten einen Eimer mit Kohle - Quelle FbF

Das Ergebnis war ein regelmäßiges Angebot und die Bewerbung von Onlineseminaren sowie die Bekanntmachung der Projekt-Inhalte in der Fachöffentlichkeit. Zu Beginn des Jahres 2021, im Februar, stellten die drei Projektpartner in einem Videobeitrag auf der digitalen EuroTier das Nationale Wissensnetzwerk Kupierverzicht einem breiten Online-Publikum vor. Auf einer der wenigen Präsenzveranstaltungen suchte das Projektteam auf dem mitteldeutschen Schweinetag im November den Kontakt zu schweinehaltenden Betrieben und beratenden Institutionen. Es entstand ein konstruktiver und spannender Austausch.

So gelang es zahlreiche Teilnehmende für die regelmäßig stattfindenden Online-Seminare zu interessieren. In Fachzeitschriften und auf verschiedenen Homepages wurden die Veranstaltungen angekündigt. Sowohl die Netzwerktreffen für Berater und Tierärzte, als auch die Seminare für Schweinehalter und alle Interessierten waren 2021 stets gut besucht. Jede Onlineveranstaltung stand unter einem konkreten Thema. Von den Vorteilen einer gut strukturierten Bucht über das richtige Stallklima, Tiergesundheitsaspekten und Fütterung bis hin zu Notfallmaßnahmen bei Schwanzbeißen wurden viele praxisrelavante Lösungen vorgestellt. Begleitet wurden alle Fachvorträge mit einem Erfahrungsbericht zur Haltung unkupierter Schweine aus den Netzwerken der MuD Tierschutz-Betriebe.

Die Webseminare stießen auf großes Interesse, sodass mehrere Termine pro Fachthema angesetzt werden mussten. Mit bis zu 200 Zuschauerinnen und Zuschauern pro Termin übertrafen die Seminare in diesem Jahr deutlich die bisherigen Teilnehmerzahlen.

Um auch den persönlichen Austausch besonders unter Landwirtinnen und Landwirten zu fördern, traf das Projektteam die Entscheidung, vereinzelt auch wieder Seminare in Präsenz zu organisieren. Diese fanden in kleinem Kreis mit ca. 10 Teilnehmenden statt. Insgesamt zwei Termine konnten auf Haus Düsse (NRW) sowie in der LSZ Boxberg (Baden-Württemberg) realisiert werden.

DAs Projektteam des Nationalen Wissensnetzwerks Kupierverzicht kooperierte mit den Teams der Projekte Netzwerk Fokus Tierwohl und Vision Pig bei Durchführung eines gemeinsamen Veranstaltungsblocks zum Thema Ökonomie. Die Idee entstand auf dem Vernetzungstreffen des Netzwerks Fokus Tierwohl und weiterer Projekte, die in den Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz im Bereich Wissen-Dialog-Praxis angesiedelt sind. Die gemeinsame Veranstaltungsreihe stieß auf großes Interesse und stärkte zusätzlich den Austausch sowie die Kooperation zwischen den drei ausführenden Projekten.

Eine Videoreportage über den Betrieb von Schweinehalter Christoph Selhorst im Münsterland wurde im März 2021 veröffentlicht. Das Video zeigt beispielhaft die Umsetzung des Kupierverzichts auf einem schweinehaltenden Betriebund liefert praktische Tipps für den Einstieg. Anfang des Jahres 2022 steht der Dreh einer weiteren Reportage an.

Entwicklung der E-Learning-Module: Ab dem Frühjahr 2022 sollen diese Module über die Homepage www.ringelschwanz.info digital zur Verfügung stehen. Ziel ist es, den Einstieg in den Kupierverzicht zu erleichtern und grundlegendes sowie weiterführendes Wissen zur Haltung unkupierter Schweine zu vermitteln.

Das Projekt ist Bestandteil der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz in der Projektphase „Wissen Dialog Praxis“. Die Förderung der MuD Tierschutz erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Projektnehmer und Kooperationspartner sind der Förderverein Bioökonomieforschung e.V. (FBF), die ISN-Projekt GmbH (ISN) und die IQ-Agrar Service GmbH (IQA).