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MuD Tierschutz

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MinimA - großes Interesse am viertelselektiven Trockenstellen

Nachricht vom:

Im MuD Tierschutz-Projekt "Nachhaltige Minimierung des Antibiotikaeinsatzes durch viertelselektive Trockenstellbehandlung bei Milchkühen (MinimA)" ist auf den ersten Projektbetrieben die Praxisphase abgeschlossen. Wir informieren Sie über den aktuellen Stand.

Probenahme aus einem Euterviertel - Quelle Thünen Institut
Beschreibung des Bildelements: Probenahme aus einem Euterviertel - Quelle Thünen Institut

Acht der sechzehn teilnehmenden Milchviehbetriebe haben die geplanten 75 Trockenstellvorgänge inzwischen vollständig beprobt und wertvolle Erfahrungen beim viertelindividuellen Trockenstellen sammeln können. Erste betriebsindividuelle Gesamtauswertungen über das Erregerspektrum, die bakteriologische Neuinfektions- und Ausheilungsrate sowie den Antibiotikaeinsatz liegen vor. Im Rahmen einer zweiten Feedback-Runde werden diese Ergebnisse zurzeit per Videokonferenz den Betrieben und betreuenden Tierarztpraxen vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Das Feedback zum MinimA-Projekt fällt dabei durchweg positiv aus. Die Ergebnisse motivieren die Betriebe, das viertelselektive Trockenstellverfahren auch in Zukunft in ihren Herden anzuwenden. Sechs der acht Betriebe setzen dies bereits konsequent um. Wie genau das geschieht und welche zusätzlichen Herausforderungen sich nach der Praxisphase für die Projektbetriebe ergeben, ist ebenfalls Thema der Feedback-Gespräche.

Um die Praxistauglichkeit des Verfahrens weiterzuentwickeln, wird auch der Austausch zwischen den Betrieben gefördert. In „Stable Schools“ diskutieren die Betriebe ihre Erfahrungen. Konnten diese Treffen auf den Betrieben in Nord- und Westdeutschland im November noch vor Ort stattfinden, erfolgten die Treffen der Regionen Ost und Süd nun Anfang Mai wieder im Online-Format. Ab September soll es aber wieder in Präsenz weitergehen. Dann steht neben den Teilergebnissen des Projektes die zukünftige praktische Umsetzung im Mittelpunkt der Treffen: die Auswahl eines Labors, die Organisation der Probenahme sowie die Therapieentscheidung zum Trockenstellen sind zu diskutieren.

Bereits jetzt wird an einem Handlungsleitfaden gearbeitet, in den die Erfahrungen und Anregungen der Projektteilnehmer*innen einfließen. Dieser Handlungsleitfaden wird am Ende der Projektlaufzeit frei zugänglich sein und soll auch anderen interessierten Milchviehbetrieben ermöglichen, das viertelselektive Trockenstellen bei ihren Kühen anzuwenden.

Im gesamten Projektverlauf sind im Labor inzwischen Viertelgemelksproben von fast 1.400 Kühen vor dem Trockenstellen eingegangen. Über 1.100 dieser Projektkühe haben inzwischen gekalbt und wurden ein zweites Mal beprobt. Die Gesamtergebnisse aller Projektbetriebe sind voraussichtlich Ende des Jahres zu erwarten, sobald alle 16 Betriebe die 75 Trockenstellvorgänge vollständig beprobt haben.

Allgemeine Informationen zum Projekt:

MuD Tierschutz

https://www.thuenen.de/de/ol/x/arbeitsgruppe-rind/minima/