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MuD Tierschutz

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Video: Erfahrungen mit dem Kupierverzicht auf dem Betrieb Harleß

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Pilotbetriebe bei der Haltung unkupierter Schweine stellen ihren Betrieb vor und erläutern ganz individuell praxiserprobte Konzepte und ihren Werdegang auf dem Weg zum Kupierverzicht. Im Februar 2021 erschien die erste Reportage, in der Christoph Selhorst, Schweinehalter aus dem Münsterland, seine Erfahrungen teilte. Nun veröffentlichte das Projektteam zwei weitere Kurzfilme mit Familie Harleß aus dem Raum Lüneburger Heide in der Hauptrolle.

Betriebsreportage auf dem Betrieb Harleß - Foto Nationales Wissensnetzwerk Kupierverzicht

Die Haltung von Schweinen mit Langschwänzen stellt Landwirte, die den Kupierverzicht aktiv angehen möchten, noch immer vor große Herausforderungen. Dabei ist stets zu berücksichtigen, welche betrieblichen Strukturen vorherrschen. Es gilt eine für den Betrieb individuelle Strategie zu entwickeln.Wie aber kann ein solches betriebsindividuelles Konzept beispielhaft aussehen? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das Projekt „Nationales Wissensnetzwerk Kupierverzicht“ in seinen Videoreportagen. Beide Betriebe haben schon in den Netzwerken Demonstrationsbetriebe in den MuD Tierschutz gemeinsam mit anderen Schweinehaltenden zum Thema Kupierverzicht mitgearbeitet bleiben aktiv bei der Umsetzung immer neuer Maßnahmen.

Karl und Gesine Harleß' Weg zum Kupierverzicht begann bereits vor einigen Jahren. Im Rahmen der MuD Tierschutz Netzwerke entwickelten sie sich weiter und lernten unter anderem viel über Tierbeobachtung und die Deutung kritischer Signale. So betont Gesine Harleß wie wichtig es zum Beispiel sei, auf die Haltung des Langschwanzes als Hinweis auf das Wohlbefinden der Tiere zu achten.

Im Laufe der Jahre ist dabei eine Strategie entstanden, wie auf kritische Signale reagiert werden kann. Unter anderem wurde ein reichlich gefüllter Vorrat mit Beschäftigungsmaterial angelegt, das für die Schweine einen neuartigen Charakter hat und als Notfallmaßnahme in betroffene Buchten eingebracht werden kann.

Wichtig sei aber auch von vornherein darauf hinzuarbeiten, dass es gar nicht erst zu Unruhen und dem Risiko eines Beißausbruches kommt. Laut Karl Harleß gehören dazu vielfältige Aspekte, wie die Wasser- und Futterqualität, das Stallklima und vieles mehr. Er betont: „Wir können das Schwanzbeißen nicht unbedingt verhindern. Aber wir können versuchen Dinge zu unterlassen, um es nicht noch zu provozieren.“  

Der Familienbetrieb weiß heute sehr viel über die Haltung unkupierter Schweine und alle Beteiligten geben ihr Wissen gern weiter. Die Thematik ist der Familie eines Herzensangelegenheit geworden, die sie in zwei Kurzfilmen authentisch vermitteln. Zu sehen sind die Videoreportagen auf der Plattform YouTube und auf der Homepage des Nationalen Wissensnetzwerks Kupierverzicht unter https://www.ringelschwanz.info/videos/mud-tierschutz-praxisbeispiel-ringelschwanz-hof-ha.html sowie https://www.ringelschwanz. info/videos/mud-tierschutz-praxisbeispiel-ringelschwanz-hof-1.html.