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Die ideale Weidekuh – und was sie können soll

Nachricht vom:

Passe ich mein Vollweidesystem an meine Kühe an oder doch meine Kühe an meine Vollweide? Der dritte Farmwalk des Projektes "Verbesserung des Tierwohls bei Weidehaltung von Milchkühen" fand am 21.07.2022 auf dem Borkshof in Nordrhein-Westfalen statt und befasste sich mit der Frage nach der idealen Weidekuh und ihren Eigenschaften.

Teilnehmende auf einer grünen Wiese hören Betriebsleiter zu
Teilnehmende beim Hofrundgang mit Thomas Apelt - Foto © MuD Tierschutz, BLE

Farmwalks sind Veranstaltungen auf Praxisbetrieben, die dem Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Betrieben und Interessierten dienen.

Familie Apelt betreibt auf ihren 48 ha arrondierter Weidefläche erfolgreich Vollweide im Kurzrasensystem und lässt ihre 98 Kühe im Frühjahr im Block abkalben. Dieses System wurde aber erst nach einer Umstellungsphase etabliert. Ursprünglich betrieb Familie Apelt Stallhaltung mit Holsteinkühen und versuchten dann, auf Weidehaltung mit Herbstabkalbung umzustellen. Dieses System ist in Süddeutschland verbreitet, hier werden die hochleistenden Kühe während der ersten Laktationshälfte intensiv im Stall gefüttert. Im Frühjahr, wenn auch die Leistung mit fortschreitender Laktation abnimmt, wird Vollweide betrieben. Es wurde jedoch schnell deutlich, dass die Tiere von Familie Apelt mit den Bedingungen auf der Weide nicht gut umgehen konnten. Obwohl Familie Apelt weiterhin Potenzial für die Weidehaltung sah, so sagte ihnen die Blockabkalbung im Herbst nicht zu. Dabei entstehen durch Abkalbung und Kälberaufzucht Arbeitsspitzen im Spätherbst und Winter.

Den gesamten Bericht sowie ein Video zum Farmwalk können Sie hier abrufen: Die ideale Weidekuh