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Hochleistungsgenetik und Vollweide – Was ist zu beachten?

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Vom 23.-25.08.2022 fand im Rahmen des WDP-Projekts "Verbesserung des Tierwohls bei Weidehaltung von Milchkühen" eine Fachexkursion nach Bayern statt. Vier Betriebe aus Norddeutschland nahmen an der dreitägigen Fahrt und dem dortigen Farmwalk teil.

Teilnehmende auf einer grünen Wiese mit Kühen
Teilnehmende bei der Hofbegehung mit Familie Vollert - Foto © MuD Tierschutz, BLE

Farmwalks sind Veranstaltungen auf Praxisbetrieben, die dem Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Betrieben und Interessierten dienen.

Im oberbayerischen Landkreis Rosenheim fand der vierte öffentliche Farmwalk auf dem Betrieb von Familie Vollert statt, die ihre 64 Milchkühe im Block im Herbst abkalben lässt. Während der Hochleistungsphase im Winter werden die Kühe im Stall entsprechend ihrer Milchleistung bedarfsgerecht ausgefüttert. Unter Vollweidebedingungen wäre dies bei hoher Milchleistung nicht möglich, da die Futteraufnahmekapazität der Tiere u.a. durch das Pansenvolumen begrenzt ist und der Energiegehalt des Aufwuchses nicht hoch genug ist, um den Bedarf der Tiere zu decken. Außerdem kann so die Gesundheit der Kühe um die Kalbung herum besser überwacht werden. Ab dem Frühjahr sinkt die Leistung der Kühe bedingt durch die fortgeschrittene Laktationsphase und damit auch ihr Energiebedarf. Der Energiegehalt des Aufwuchses passt nun zu den Bedürfnissen der Tiere, was die Vollweide während der Weidesaison zu einer tiergerechten Haltungsform macht.

Den gesamten Bericht können Sie hier nachlesen: Hochleistungskuh und saisonale Vollweide