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Wissen-Dialog-Praxis

Wissenstransfer zur chirurgischen Ferkelkastration

Mit der Änderung des Tierschutzgesetzes vom 04.07.2013 wurde die Kastration von unter acht Tage alten Ferkeln neu geregelt und die betäubungslose Ferkelkastration ab dem 01.01.2019 in Deutschland verboten. Eine der Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration stellt die chirurgische Ferkelkastration unter Betäubung dar.

Ziel der Förderung ist es, praktische Erfahrungen mit der chirurgischen Ferkelkastration unter Betäubung sowie postoperativer Schmerzbehandlung in ferkelerzeugenden Betrieben zu generieren und deren Anwendung unter Praxisbedingungen zu evaluieren. Dabei sollten die Eingliederung der arbeitstechnischen Abläufe im Betrieb, das Management und die Organisation einschließlich der zeitlichen Abfolge der Betäubung und Schmerzbehandlung, ggf. der Zeitpunkt und die Dauer der Nachschlafphase einschließlich des Betreuungsaufwands der Ferkel, das Ferkelgewicht und -alter, die Arbeitsplatzsicherheit, ggf. der überbetriebliche Einsatz von Narkosegeräten, die ökonomischen Aspekte usw. berücksichtigt, optimiert und praxisgerechte Handlungsanweisungen für die Planung und Durchführung formuliert werden (z.B. in Form von Leitfäden, Maßnahmen des Wissenstransfers). Die ferkelerzeugenden Betriebe sind von den Projektnehmern intensiv zu betreuen und erhalten praxisgerechte Anleitungen bei der Planung und Durchführung der anzuwendenden Maßnahmen.

Wer kann sich bewerben?

Gesucht werden Einrichtungen/Projektnehmer wie zum Bsp. Beratungsinstitutionen, Universitäten usw., die über entsprechendes Wissen verfügen und Erfahrung bei der Durchführung vergleichbarer Maßnahmen vorweisen können. Die Suche nach geeigneten ferkelerzeugenden Betrieben erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Tierschutz verbessern durch mehr Wissen

Beratung, Fortbildung und Netzwerkarbeit sind die Grundlagen für den Wissenstransfer aus der Forschung in die landwirtschaftlichen Betriebe und eines der Hauptziele der MuD Tierschutz.

Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zum Wissenstransfer

Am 19. Mai 2017 verabschiedete das Bundesministerium  für Ernährung und Landwirtschaft BMEL die Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zum Transfer neuer Erkenntnisse aus Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE-Vorhaben) in die landwirtschaftliche Praxis im Kontext der Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz für kleine und mittlere Unternehmen".

Diese Richtlinie ermöglicht die Förderung sowohl von Forschung und Entwicklung als auch der Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse und Produkte oder Verfahren in die Praxis in einem Förderprogramm.