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Wissen-Dialog-Praxis

Wissenstransfer zu Brustbeindeformationen in der Legehennenhaltung

Das Auftreten von Brustbeindeformationen ist unter Praxisbedingungen weit verbreitet und stellt ein tierschutzrelevantes Problem in der Legehennenhaltung dar. Tiere mit Brustbeindeformationen haben Schmerzen und sind oftmals in ihrem Verhalten eingeschränkt. Häufig sind die Tiere unauffällig und die Deformationen beim Stallrundgang nicht zu erkennen.

Die Ursachen sind vielseitig und reichen von einer unzureichenden Nährstoffzufuhr und daraus resultierender mangelnder Knochenentwicklung bis hin zu suboptimal gestalteten Haltungseinrichtungen, die mit einer erhöhten Unfallgefahr für die Tiere verbunden sind. Derzeit existieren weder auf europäischer noch nationaler Ebene gesetzliche Vorgaben, die die nähere Gestaltung von Sitzstangen oder den Einbau von z. B. Rampen verbindlich regeln. Es bestehen lediglich Empfehlungen, die jedoch auf Praxisebene bislang wenig Anwendung finden.

Um die Landwirte bei den immer höheren Anforderungen an das Tierwohl zu unterstützen, ist ein Wissenstransfer von aktuellen Erkenntnissen und bisherigen Erfahrungen erforderlich. Dazu gehört auch das Erkennen und Vermeiden von Brustbeinverletzungen.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sucht daher im Auftrag des BMEL Projektnehmer mit Ideen/Konzepten, die als Wissensvermittler diesen Wissenstransfer von Erkenntnissen aus aktuellen Forschungsvorhaben und die Erprobung von innovativen Verfahren, Produkten oder Techniken in die landwirtschaftliche Praxis übernehmen.

Ziel der Förderung ist es, neueste Erkenntnisse und Erfahrungen zur Minimierung des Auftretens von Brustbeindeformationen bei Legehennen auf Praxisbetriebe zu übertragen, deren Anwendung unter Praxisbedingungen zu evaluieren, gegebenenfalls zu optimieren und Handlungsanweisungen für die praktische Umsetzung zu formulieren. Ein Schwerpunkt sollte hierbei der Einsatz von innovativen Fütterungskonzepten, Haltungseinrichtungen und Techniken sein.

Die Betriebe sind von den Projektnehmern („Wissensmittler“) intensiv zu betreuen und erhalten praxisgerechte Anleitungen bei der Planung und Durchführung der Maßnahmen. Außerdem soll eine Vernetzung der teilnehmenden Betriebe zum direkten Erfahrungsaustausch stattfinden.

Durch neuartige Formen und Medien der Wissensvermittlung sind die Erfahrungen für ein breites Fachpublikum aufzuarbeiten und zu demonstrieren.

Wer kann sich bewerben?

Gefördert werden unabhängig von der gewählten Rechtsform Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung als "Wissensmittler". Zuwendungsempfänger kann eine natürliche oder eine juristische Person sein, die eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland hat. Der Zuwendungsempfänger muss entsprechende Erfahrung bei der Durchführung vergleichbarer Maßnahmen nachweisen.

Weitere Informationen finden Sie in der Bekanntmachung Nr. 05/18/31 Brustbeindeformationen in der Legehennenhaltung.